Vertreterversammlung 2016

Montag, 09. Mai 2016

Vorstand und Aufsichtsrat präsentieren auf Vertreterversammlung ein zufriedenstellendes Jahresergebnis 2015 / Hans Werner Grauel mit silberner Ehrennadel ausgezeichnet / Anke Kaiser neu in den Aufsichtsrat gewählt

Bad Berleburg. „Kleine Banken sind wichtig – nicht nur bei uns“, so begann Kai Wunderlich, Mitglied des Vorstandes der Volksbank Wittgenstein eG seine Rede anlässlich der Vertreterversammlung am 09.05.2016. Bei aller steigenden Regulatorik, regional tätige Banken dürfen nicht aufgrund der wachsenden Anforderungen mit global tätigen Geschäftsbanken gleich gestellt werden. Seit rund 150 Jahren verbinden Volksbanken und Raiffeisenbanken wirtschaftlichen Erfolg mit gesellschaftlich verantwortlichem Handeln. Genossenschaften wurden gegründet, um durch freiwillige Zusammenschlüsse mehr zu erreichen und damit die Unabhängigkeit des Einzelnen zu stärken. Wunderlich betonte die gute Zusammenarbeit mit dem Finanzverbund zu der u.a. die Bausparkasse Schwäbisch Hall sowie die R+V Versicherung zählen. Außerhalb des Genossenschaftlichen Verbundes setzt die Bank auf lokale Kooperationen. Zusammen mit Rothaar Immobilien veranstaltete die Volksbank Wittgenstein im März diesen Jahres die Messe „WIR in Wittgenstein“ mit rund 10.000 Besuchern. Nachdem Wunderlich die Vertreter umfassend über die wichtigsten Ereignisse und Themen des abgelaufen Geschäftsjahres informiert hatte, übergab er das Wort an seine Vorstandskollegin Frau Kerstin Lauber.

Ehrung des langjährigen Aufsichtsratsmitglied Hans-Werner Grauel, hier mit seiner Ehefrau Erika

„Mit der geschäftlichen Entwicklung der Bank im Geschäftsjahr 2015 sind wir zufrieden“, so Kerstin Lauber, Mitglied des Vorstandes der Volksbank Wittgenstein eG. Unter Berücksichtigung des weiterhin anspruchsvollen Umfeldes mit Niedrigzinsen, wachsendem Wettbewerb, verschärfter Regulierung und den Krisen in Europa konnte die Volksbank Wittgenstein eG nahezu in allen Teilbereichen die für das Geschäftsjahr aufgestellten Ziele erreichen.

Die Bilanzsumme der Volksbank Wittgenstein eG erhöhte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr insbesondere durch den Zufluss der Kundeneinlagen um 3,4 % auf 176,4 Millionen Euro. Das betreute Kundenvolumen stieg auf 352.097 T€ an. Die bilanziellen Kundenforderungen in Höhe von 82.451 T€ haben sich leicht rückläufig entwickelt. Im Privatkundengeschäft bestand großes Interesse an Wohnungsfinanzierungen sowie an Maßnahmen zur Modernisierung und Energieeinsparung. Für den heimischen Mittelstand hat die Volksbank Wittgenstein Betriebsmittel zur Verfügung gestellt und Investitionen in die Standorte begleitet.

Die Kundeneinlagen haben sich in Summe positiv entwickelt. Die Kunden haben Umschichtungen von Termineinlagen in täglich fällige Einlagen vorgenommen. Innerhalb der Spareinlagen haben die Kunden Spareinlagen mit dreimonatiger Kündigungsfrist bevorzugt. Ähnlich wie in den Vorjahren setzten die Kunden besonders auf kurzfristig ausgerichtete Anlageformen. „Hauptgrund ist der anhaltende Niedrigzins“, erklärt Kerstin Lauber, Mitglied des Vorstandes der Volksbank Wittgenstein eG. Die Kundeneinlagen belaufen sich zum Jahresende auf 151.444 T€.

Zum Ende des vergangenen Geschäftsjahres waren 6.227 Kunden auch Mitglieder der Bank. Insgesamt waren die Mitglieder mit 10.842 Geschäftsanteilen an der Volksbank Wittgenstein eG beteiligt.

Das Zinsergebnis ist bedingt durch das Niedrigzinsumfeld gegenüber dem Vorjahr rückläufig. Im Dienstleistungsgeschäft standen neben der Abwicklung des Zahlungsverkehrs und der Kontoführung die Vermittlung von Geschäften zu den Partnern im genossenschaftlichen Finanzverbund und das Wertpapiergeschäft für die Volksbank Wittgenstein eG im Vordergrund. Die Personalaufwendungen und allgemeinen Verwaltungskosten sind vertretbar angestiegen. Für alle erkennbaren Risiken in den Kreditengagements hat die Bank entsprechende Risikovorsorge getroffen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte ein zufriedenstellender Jahresüberschuss erwirtschaftet werden.

Dass auch die Mitgliedervertreter mit der aktuellen Lage und dem Kurs „ihrer“ Bank rundum zufrieden sind, dokumentierten sie bei der Versammlung auf eindrucksvolle Weise: Jeweils ohne Gegenstimmen votierten sie nicht nur für die Feststellung des Jahresabschlusses und die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat, sondern auch für den Vorschlag zur Verwendung des Jahresüberschusses.
Für die Teilhaber der Bank bedeutet das: Auf ihre gezeichneten Geschäftsguthaben erhalten sie in diesem Tagen eine Dividende in Höhe von 3,90 Prozent. Den verbleibenden Bilanzgewinn führt die Bank mit gleichem Beschluss ihren Rücklagen und damit dem Eigenkapital zu.

Einig zeigte sich die Vertreterversammlung auch bei turnusmäßig anstehenden Wahlen zum Aufsichtsrat: Einstimmig wurde das Aufsichtsratsmitglied Harald Bernhardt für weitere 3 Jahre von den Vertretern gewählt. Durch Ablauf der Wahlzeit scheidet in diesem Jahr Herr Hans-Werner Grauel aus dem Aufsichtsrat aus. Herr Hans-Werner Grauel konnte wegen Erreichens der Altersgrenze nicht wieder gewählt werden. Für seine jahrzehntelange ehrenamtliche Arbeit im Aufsichtsrat der Volksbank Wittgenstein eG wurde Herr Grauel durch Thomas Krämer vom Rheinisch Westfälischen Genossenschaftsverband mit der silbernen Ehrennadel ausgezeichnet. Auch der Aufsichtsrats¬vorsitzende und Versammlungsleiter Klaus Busch, dankte seinem Kollegen Grauel für die stets gute Zusammenarbeit. Die Vertreter wählten einstimmig Frau Anke Kaiser neu in den Aufsichtsrat der Volksbank Wittgenstein eG.

Musikalisch umrahmt wurde die Vertreterversammlung von der Schulband des JAG, die die Zuhörer mit ihrem Können sehr beeindruckt hat.