Volksbank Wittgenstein blickt auf erfolgreiches Geschäftsjahr 2018 zurück und feiert 150-jähriges Bestehen im Jahr 2019

Bad Berleburg. Anlässlich der Vertreterversammlung in Dotzlar am 27.05.2019 stellte der Vorstand der Volksbank Wittgenstein eG nicht nur die Zahlen des vergangenen Geschäftsjahres vor, sondern feierte auch das 150-jährige Bestehen der Bank.

Am 27.11.1968 wurde auf Initiative des Weidenhäuser Bauern Georg Heinrich Spies in einer Generalversammlung des Landwirtschaftlichen Kreisvereins die wirtschaftliche Not in der Bevölkerung erörtert. Es wurde die Gründung einer Bank nach dem Vorbild Raiffeisens beschlossen. Am 07.02.1869 wurde der „Darlehenskasse-Verein für das Kirchspiel Berleburg, e.V.“ mit Unterstützung des Landrates Georg Wilhelm Gotthilf von Schrötter gegründet. Man wollte die Geld- und Kreditnot der ländlichen Bevölkerung im Wege der Selbsthilfe aus eigener Kraft beseitigen. Dank dieser Idee darf die Volksbank Wittgenstein auf das 150jährige Bestehen als älteste Genossenschaftsbank Westfalens zurückblicken.

In den vergangenen 150 Jahren ist es der Volksbank Wittgenstein gelungen, die gewachsenen Werte der Gründerväter der Nachwelt zu erhalten und diese Werte in ein modernes Genossenschaftswesen zu überführen. Die Nachkommen der Gründer sind auch heute in den Reihen der Mitglieder und Vertreter der Volksbank Wittgenstein vertreten und zeigen, dass die Werte der Genossenschaftsbank sich auch heute noch bewähren.

Das Kundenverhalten hat sich jedoch zunehmend geändert. Viele Kunden schätzen die persönliche Beratung und den Service in den Geschäftsstellen, wollen aber zunehmend auch flexibel und unabhängig von den Öffnungszeiten ihre Bankgeschäfte erledigen. Über die Hälfte der Kunden verfügt bereits über einen Onlinebanking-Zugang und die Tendenz der Nutzer für die VR-Banking-Apps ist stetig steigend. Dieses geänderte Nutzungsverhalten macht es erforderlich auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Umgang mit digitalen Services zu schulen und das Bankensystem zu erneuern. An dem Wochenende vom 14.-17. Juni findet eine technische Umstellung statt. Die Geschäftsstellen haben aus diesem Grund an dem 14. Juni nur bis 12:00 Uhr geöffnet. Die Kunden der Bank müssen sich im Vorfeld mit Bargeld versorgen, da auch die Geldautomaten nicht zur Verfügung stehen und Kartenzahlungen in diesem Zeitraum nicht möglich sind.

Die Volksbank Wittgenstein blickt im Rahmen ihrer Vertreterversammlung also nicht nur in die Vergangenheit zurück, sondern richtet ihr Augenmerk auch auf die Zukunft. Das beeindruckt auch die Gastredner, die anlässlich des Jubiläums vor Ort waren.

Die Präsidentin des Bundesverbandes der Deutschen Volks- und Raiffeisenbanken, Marija Kolak, gratulierte der ältesten Genossenschaftsbank in Westfalen zum Jubiläum und lobte die genossenschaftlichen Werte. „Die Genossenschaftsbanken setzen auf Regionalität“, so Kolak und auch die Volksbank Wittgenstein eG sei in der Region stark verwurzelt. Kolak betont, dass die Volksbank Wittgenstein eG im Unterschied zu Großbanken ihre Steuern vor Ort zahle und das Leben in Wittgenstein aktiv mitgestalte. Kolak sprach der Jubiläumsbank höchsten Respekt für das gelebte Leitbild „Zukunft erfolgreich mit den Kunden und Mitgliedern gemeinsam zu gestalten“ aus.

Der Hauptgeschäftsführer der IHK Siegen-Wittgenstein, Klaus Gräbener, überreichte dem Vorstand der Volksbank Wittgenstein eG eine Urkunde zum 150-jährigen Bestehen. Auch die stellv. Landrätin des Kreises Siegen-Wittgenstein, Waltraud Schäfer, der Bürgermeister der Stadt Bad Berleburg, Bernd Fuhrmann und der Vorstand des Genossenschaftsverbandes-Verband der Regionen, Siegfried Mehring, sprachen der Jubiläumsbank ihre Glückwünsche aus.

Neben den Grußworten zum Jubiläum fand auch der Bericht des Vorstandes und Aufsichtsrat über den Jahresabschluss und Lagebericht 2018 statt.

Die Volksbank Wittgenstein eG hat ihren Wachstumskurs 2018 weiter fortgesetzt. „Das regionale Engagement gehört zu unserem Kerngeschäft. Das schlägt sich sowohl in unserer Kreditvergabe nieder als auch in unserem Einsatz für Vereine und örtliche Genossenschaften“, bekräftigt Vorstandsmitglied Kai Wunderlich anlässlich der Vertreterversammlung.

Auch in Sachen soziales und gesellschaftliches Engagement zieht die Genossenschaftsbank eine erfreuliche Bilanz: Kindergärten, Schulen und Vereine hat die Volksbank Wittgenstein eG mit insgesamt 35.000 Euro im vergangenen Jahr unterstützt.

Dass die Volksbank Wittgenstein trotz des herausfordernden Marktumfelds – Stichworte: anhaltende Niedrigzinsphase, steigende Regulatorik – gut aufgestellt ist, legten die beiden Vorstände in ihren Berichten zum Jahresabschluss 2018 eindrucksvoll dar. „Engagierte und kompetente Mitarbeiter, die Nähe zu den Mitgliedern und kaufmännische Verantwortung waren Grundlagen unseres Erfolges“, so das Fazit Kerstin Laubers.

Die 6047 Anteilseigner der Genossenschaftsbank erhalten als Gewinnbeteiligung eine Dividende in Höhe von 3,0 Prozent auf ihre gezeichneten Geschäftsanteile. Einen entsprechenden Beschluss fasste die Versammlung einstimmig.

Die Mitglieder-Vertreter zeigten sich mit dem Ergebnis zufrieden. Das demonstrierten sie auf der Versammlung mit eindeutigen Beschlüssen. Unter der Leitung des Aufsichtsratsvorsitzenden, Klaus Busch, stellten die Vertreter den Jahresabschluss fest und entlasteten Vorstand sowie Aufsichtsrat – jeweils einstimmig. Einig zeigten sich die Mitglieder auch bei den Wahlen zum Aufsichtsrat. Anke Kaiser und Harald Bernhardt wurden für die nächste Periode in das Aufsichtsgremium wiedergewählt.

Der Finanzkabarettist, Bernd Waldeck, rundete mit seinem Programm „Über Geld spricht man nicht“ den Abend ab. Die gelungene Mischung aus erfrischender Comedy und fachlicher Information haben den Abend zu einem Highlight gemacht.