3,5 Prozent Dividende an 6.192 Mitglieder ausgeschüttet

Volksbank Wittgenstein eG hält Kurs trotz schwieriger Rahmenbedingungen

Presse-Information | Bad Berleburg, 23.05.2017

Bad Berleburg. Kindergärten, Schulen und Vereine mit insgesamt 35.000 € finanziell unter die Arme gegriffen, zinsgünstige Darlehn im Umfang von 31,7 Mio. € vermittelt und das Gemeinwohl mit Steuerzahlungen in Höhe von 426.000 € unterstützt – die Volksbank Wittgenstein eG war auch in den abgelaufenen zwölf Monaten wieder ein gefragte Finanzpartner von Menschen und Mittelstand in Wittgenstein.

Die Nachfrage nach Krediten liegt weiter auf einem vergleichsweise hohen Niveau. Das führt Vorstand Kai Wunderlich auf die Kernpunkte der Beratung zurück. „Qualität und Nachhaltigkeit stehen bei der Kreditvergabe obenan“, so Wunderlich. Dies bedeute in vielen Fällen die Einbindung von öffentlich geförderten Darlehen – zum Beispiel von der Kreditanstalt für Wiederaufbau. Der Qualitätsgedanke könne andererseits aber auch zur Folge haben, dass die Bank einen Kreditwunsch ablehnen muss, wenn dieser nicht zu realisieren ist. Nach den Worten von Wunderlich haben mittelständische Unternehmer und Privatpersonen gleichermaßen zu dem Zuwachs beigetragen.

Das alles war nur möglich, weil sich die Bank im Vorjahr einmal mehr erfolgreich auf dem heimischen Markt für Finanzdienst-leistungen behauptet hatte. Wie aus dem von Vorstandsmitglied Kerstin Lauber erstatteten Bericht über das Jahr 2016 hervorging, gelang es der heimischen Kreditgenossenschaft, ihre Bilanzsumme auf einen neuen Höchstwert von 179 Mio. € zu steigern.

Maßgeblich verantwortlich für den Bilanzsummenzuwachs war die Entwicklung der Kredite. Obwohl Guthabenzinsen auf dem Finanzmarkt gegen Null tendieren, war das Institut bei Privatpersonen und mittelständischen Unternehmen als sicherer Verwalter von Vermögenswerten gefragt. Trotz gestiegener Herausforderungen durch Niedrigzinsniveau, zunehmende Regulatorik, Digitalisierung und demografischen Wandel zeigte sich Vorstandsmitglied Kerstin Lauber mit dem Verlauf und Ergebnis des Geschäftsjahres insgesamt zufrieden.

Mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 320.000 € lag der Ge-winn knapp über dem Vorjahresniveau. Vom ausgewiesenen Bilanzgewinn in gleicher Höhe erhalten die 6.192 Anteilseigner – unter ihnen 128 neue Mitglieder – als Gewinnbeteiligung eine Dividende in Höhe von 3,5 Prozent auf ihre gezeichneten Geschäftsanteile. Einen entsprechenden Beschluss fasste die Versammlung mehrheitlich.

Der gefasste Beschluss sah des Weiteren vor, die Rücklagen der Bank aufzustocken, um den steigenden aufsichtsrechtlichen Anforderungen zu entsprechen.

Mit dieser soliden Ausstattung fühlt sich die Bank gut gerüstet für die Anforderungen des Gesetzgebers und die genannten Herausforderungen des Marktes.

Dass die Vertreter mit dem Kurs ihrer Bank zufrieden sind, demonstrierten sie auf der Versammlung, die von dem Aufsichtsratsvorsitzenden Klaus Busch geleitet wurde, mit eindeutigen Beschlüssen. So wurden der Jahresabschluss festgestellt sowie Vorstand und Aufsichtsrat die Entlastung ausgesprochen. Einig zeigte sich das „Bankparlament“ auch bei den Wahlen zum Aufsichtsrat, indem sie Dieter Wagener jun. neu in das Gremium wählten und die Amtsinhabern Jürgen Wied und Rainer Pöppel für drei weitere Jahre das Vertrauen aussprachen.

Bodo Müller stand durch Erreichen der satzungsmäßigen Altersgrenze für eine Wiederwahl nicht mehr zur Verfügung. Der Vorstand der Volksbank Wittgenstein eG bedankte sich für sein stetiges Engagement und wünscht ihm nach 27 Jahren im Ehrenamt alles Gute.